Die Geschichte der Tischdecke

Tischdecken gehören in der heutigen Zeit zu jedem schönen Fest. Es gibt fast keine Veranstaltung, bei der Tische nicht mit Decken oder Tüchern geschmückt sind. Die Tischdecke gehört als festliche Dekoration einfach dazu und ist jedem Menschen bekannt. Doch kaum jemand weiß, seit wann es sie eigentlich gibt. Wann tauchten in der Geschichte erstmals Tischdecken auf und was war ihr ursprünglicher Zweck? Aus welchem Material waren die ersten Tafeltücher und wie haben sie sich im Laufe der Zeit verändert? Die Entwicklung der Tischdecke dauerte viele Jahrhunderte an und geht auch heute noch weiter. Es gibt immer neue und schöne Variationen der Tischwäsche.

Tischdecken fanden ihren Ursprung in der alten Antike. Damals hatten sie jedoch nicht die Funktion, den Tisch festlich zu schmücken. Sie wurden eher als kleine Mundtücher gereicht. In der Antike waren diese Tücher weit verbreitet und völlig normal. Im frühen Mittelalter ist dieser Brauch jedoch nicht mehr zu finden. Tischdecken fanden erst wieder im späten Mittelalter Verwendung.
 
Zu dieser Zeit wurden auch erstmals verschiedene Decken auf den Tischen befestigt. Allerdings stand der dekorative Aspekt bei diesen ersten Tischdecken nicht im Vordergrund. Im Mittelalter dienten die Tischtücher eher als Hygienemittel. Sie wurden dazu gebraucht, Mund und Hände zu säubern. Zur damaligen Zeit wurde dadurch die Hygiene stark verbessert. Der dekorative Gedanke einer Zierdecke für den Tisch stand jedoch erst später im Vordergrund. Auf vielen mittelalterlichen Abbildungen lassen sich jedoch auch schon verschiedene dekorative Tafeltücher finden.

Tischdecken gibt es in der heutigen Zeit in zahlreichen Farben und Formen. Außerdem bestehen sie aus sehr unterschiedlichen Materialien. Es gibt zum Beispiel Mitteldecken und Tischläufer. In der Regel sind Tischdecken außerdem rund, oval oder eckig. Sie bestehen häufig aus Baumwolle, Mischgewebe, Kunststoff oder sogar Papier. Papiertischdecken sind eher für den einmaligen Gebrauch gedacht. Im den vorherigen Jahrhunderten bestand die Tischdecke häufig auch aus Plüsch und hatte vorrangig einen dekorativen und repräsentativen Charakter. Die modernen Tischdecken von heute aus Kunststoff, dem so genannten Wachstuch, sind sehr pflegeleicht, feucht abwischbar und sogar wetterfest.

Tischwäsche - von preiswerten Decken bis zu teuren Designerstücken

Tischdecken haben in der heutigen Zeit nicht mehr diesen Stellenwert wie es früher war. Damals waren Tischdecken auch ein Statussymbol. Zu jener Zeit wurden feinste Materialien wie Damast, robustes und langlebiges Leinen oder auch edle Seide und feste Baumwolle für Tischtücher verwendet. Webereien fertigten teils wunderschöne Exemplare, die auch abhängig vom Budget erworben werden konnten. Diese wurden mit Stickereien zum Beispiel Hohlsaumstickerei, Plauener Spitze und Bordüren versehen. Die klassischen, meist weißen Tischdecken mussten von Hand gewaschen und gebügelt werden, ein aufwändiges, zeitraubendes Unterfangen. Es gab im Gegensatz zu heute noch keine Waschmaschinen, Fleckenimprägnierung, abwaschbare Stoffe oder Synthetik. Eine stilvolle, edle Tischwäsche zeugte früher vom Wohlstand der Gastgeber.

Heute ist die Tischdecke ein Industrieprodukt geworden. Leicht zu reinigen und zu pflegen soll sie sein und nicht zu viel kosten. Tischwäsche lässt sich mit gutem Waschpulver oder Fleckenreiniger mühelos in der Waschmaschine waschen. Es gibt sie in allen Farben, Größen  und Qualitäten vom Wachstuch, aus Baumwolle, Synthetik bis hin zu Jaquard oder leichtem Taft. Aber auch teure Designertischdecken in der gehobenen Preisklasse erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Sie sind in internationalen Marken, vielen Maßen und Farben lieferbar. Maßgefertigt für jeden Tisch sind sie ein Unikat. Die abwaschbaren Materialien erfreuen sich großer Beliebtheit, spart man sich hier doch komplett das Waschen und Bügeln. Besonders die Wachstücher sind auf dem Vormarsch und erobern die modernen Haushalte.

Tischkultur heute wie anno dazu mal, immer ein spannendes Thema

Schöne Produktlinien und gute Hersteller machen Designer-Tischdecken zu einem klassisch, trendy oder stylischem Produkt. Auf Tischwäsche aus Kunstfasern wird heutzutage gern zurückgegriffen. Sie sind pflegeleicht und preisgünstig. Baumwolltischdecken sind etwas feiner und edler als Kunstfaser. Zur Raumfarbe und Interieur findet sich immer ein passendes Tischtuch aus Wachstuch bei der riesigen Auswahl an Designs und Farbvielfalt. Tischtücher für Veranstaltungen, Messen oder Feiern lassen sich mieten, mit Logos bedrucken, passgenau fertigen und sind aus festen Material, meistens Baumwolle und Polyester. Auf Wunsch gibt es sie auch mit einer abwaschbaren Acrylbeschichtung. Beschichtete Tischdecken lassen sich bis 40, maximal 60 Grad waschen. Damast zählt zu den eleganten und glänzenden Stoffen. Zeitlos passt er zu jedem gehobenen Wohnstil.

Tischdecken aus Kunststoff - Alternative zu Gewebedecken

Ob geblümt auf dem heimischen Küchentisch oder mit blau-weißen Rauten auf dem Biergartentisch, ob einfarbig im Schullandheim oder gestreift in der Betriebskantine, PVC-Tischdecken sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Im Gegensatz zu Stofftischdecken sind sie wesentlich strapazierfähiger und somit vielseitiger einsetzbar.
 
PVC ist ein relativ junges Material, dass seinen Durchbruch der Entwicklung verschiedener Kunststoffe Anfang des 19. Jahrhunderts verdankt. Die Idee, ein extrem haltbares, wasserdichtes, reißfestes und abwaschbares Material zu erschaffen, ist allerdings alt. In der Seefahrt sind gewachste Decken zum Verpacken von Gütern, die auf dem Seeweg transportiert werden, schon seit Jahrhunderten in Gebrauch. Aus dieser Zeit stammt auch der Ausdruck Wachstuch, den wir heute noch für eine PVC-Tischdecke benutzen.

Ursprünglich war mit dieser Bezeichnung ein Gewebe aus Baumwolle, Flachs oder Jute gemeint, das mit Firnis und Ölfarbe überzogen und somit wasserdicht versiegelt wurde. Später schützten Wachstücher und geölte Planen auch Waren vor Sonne oder Regen, die auf dem Landweg transportiert wurden. Der Weg zur abwaschbaren Tischdecke wurde mit der Erfindung der Leinenfirnis eingeleitet. Jetzt wurde es möglich, Stoffe auf hygienische Weise abwaschbar zu machen. Allerdings hielt dieser so bearbeitete Stoff nicht lange, da er schnell austrocknete und brüchig wurde.
 
Ihren Siegeszug trat die abwaschbare Tischdecke mit der Erfindung des PVC an. Im Gegensatz zu Stofftischdecken lassen sich PVC-Tischdecken auf jede beliebige Größe zuschneiden und brauchen nicht umgenäht zu werden. Sie müssen nicht in der Waschmaschine gewaschen und auch nicht stundenlang gebügelt werden. Ihr wasserfestes, extrem haltbares Material schützt jede Tischplatte zuverlässig vor Kratzern und Flecken. Daher erfreuen sich PVC-Tischdecken, die Wachstücher, großer Beliebtheit in gastronomischen Einrichtungen, die täglich ein hohes Gästeaufkommen haben.